Im Kirchboot „Bolly“ erkundeten Ruderinnen und Ruderer aus verschiedenen Vereinen den Sognefjord und den Lustrafjord. Zwischen Fjordlandschaften, Gletschern und Bergpanoramen erlebten sie Abenteuer, Teamgeist und die beeindruckende norwegische Natur hautnah.
Der norwegische Sognefjord und dessen innerster Seitenarm, der Lustrafjord, war aus früheren Fahrten bekannt und auch, dass es bis dorthin reicht weit ist.
Aber im Gegensatz zu früheren Fahrten, wo es immer mit Zweiern auf Tour ging, sollte es dieses Mal ein Kirchboot zu sein. Das war das Kirchboot „Bolly“ (10+) vom Neusser RV, für das sich dann auch noch ein erfahrener Boots-Obmann fand – bei der EWF gibt es mit Kirchbooten keine Erfahrung.
Gerudert wurde zwischen den Eckpunkten Lærdal als Start- und Endpunkt der Fahrt, Skjolden als der am weitesten vom offenen Meer entfernte Ort und Kaupanger in der Amla-Bucht.
Als Standquartier standen – wie schon im Vorjahr – vier direkt am Fjord gelegene Ferienhütten in Høyheimsvik zur Verfügung.
Es waren immer 11 – manchmal auch zusätzlich noch ein Kielschwein – der 18 Teilnehmer im Boot und entsprechend sieben oder sechs Leute an Land. Mittags wurde ein Teil der Mannschaft gewechselt, sodass jeder Teilnehmer – fast – an jedem Tag ins Boot kam.
Am ersten Rudertag wurde bei kräftigem Wind und entsprechenden Wellen der Hauptarm des Sognefjords überquert. Es zeigte sich dabei, dass der Bootsrumpf gut mit den Wellen zurechtkommt, es war aber durchaus lästig, dass – passionierte Kirchboot-Ruderer mögen jetzt etwas Nachsicht üben – wegen der ständig senkrecht stehenden Blätter doch immer mal wieder die entscheidenden Zentimeter fehlten, um vom Wasser frei zu kommen.
Die nächsten Rudertage blieben wir im Lustrafjord, wobei in Solvorn, Ornes, Skjolden, Gaupne und natürlich am Quartier in Høyheimsvik angelegt wurde.
Bei einem Landtag konnten die Teilnehmer einen Ausflug zum Nigardsbreen, einer Gletscherzunge des Jostedalsbreen, machen oder eine Wanderung auf den Berg Molden unternehmen. (Wenn man auf dem Lustrafjord rudert, ist der Molden fast immer irgendwie zu sehen.)
Dann schon auf dem Rückweg ging es auf dem Hauptarm des Sognefjords etwas nach Westen. Das Boot lag dann eine Nacht in Kaupanger in der Amlabucht. Der Fjord hat dort eine Tiefe fast 900 m.
Wie schon bei der Anreise wurde bei der Rückreise in bewährten Quartieren übernachtet. Bei Oslo gab es noch einen Pausentag, sodass die Gelegenheit bestand, die norwegische Hauptstadt zu besuchen. Es folgte dann noch ein Tag auf der schwedischen Autobahn. Nach der Nacht auf der Fähre und einem ausgiebigen Frühstück in Rostock trennten sich dann die Wege der Teilnehmer.
Text: Hans-Heinrich Hartmann
Bildquellen
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- EWF-Sognefjord-HHartmann-2025_08_01_13_28_37: H.-H. Hartmann
- EWF-Sognefjord-HHartmann-2025_08_03_10_36_07: H.-H. Hartmann
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